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EU-weite Kennzeichnung von Wärmeerzeugern und Speichern

Montag 01.06.2015

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ErP: Energie-Etikett für Wärmeerzeuger und Speicher

Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Backöfen – mit der sogenannten „Weißen Ware“ fing in den 1990er-Jahren alles an. Inzwischen tragen auch andere energieverbrauchsrelevante Geräte wie Fernseher, Leuchtmittel und seit September 2014 auch Staubsauger das europäische ErP-Energieeffizienz-Etikett. „ErP“ steht dabei für Energy related Products, zu Deutsch energierelevante Produkte. Ab 26. September 2015 bekommen auch neue Wärmeerzeuger und Speicher ein ErP- Etikett, das über Effizienz, Schallleistung, Heizleistung und Klimazone Auskunft gibt. Die Richtlinie und das damit verbundene Etikett sind in der gesamten Europäischen Union gültig. Es soll den Verbraucher bei der Kaufentscheidung unterstützen und helfen, den privaten Energiebedarf zu drosseln – das fördert den Klimaschutz und ist auch für das Gewissen gut.

Gültig für alle Neuanschaffungen

Ab 26. September 2015 dürfen in der EU nur noch folgende Geräte in den Verkehr gebracht werden, wenn die gesetzlichen Anforderungen an Effizienz, Schallleistungspegel und Wärmeschutz (bei Speichern) eingehalten werden.

  • Fossil betriebene Heizkessel und Heizgeräten
  • Wärmepumpen und Durchlauferhitzer bis 400 Kilowatt Leistung
  • Blockheizkraftwerke bis 50 Kilowatt elektrische Leistung
  • Warmwasser- und Pufferspeicher mit einem Volumen bis 2.000 Liter

Begleitend müssen Wärmeerzeuger bis 70 Kilowatt Leistung und Speicher bis 500 Liter Volumen mit einem Energie-Etikett gekennzeichnet werden.

Was zeigt das ErP-Etikett genau an?

Das ErP-Etikett folgt dem in Haushaltsgeräten bekannten A bis G- Prinzip, mit einer optischen Kennzeichnung durch unterschiedliche Farben. Für Raumheizgeräte zeigt es die jeweilige Effizienzklasse in einer Skala von A++ bis G (Wärmepumpen bis D, Speicher von A bis G) an. Ab August 2019 erfolgt nochmals eine Verschärfung von A+++ bis D, Speicher von A+ bis G. Gleichzeitig informiert das Etikett bei (NT-)Wärmepumpen über die Klimazone. Ferner werden Werte wie Schallleistung und Heizleistung ausgewiesen. Handelt es sich um ein Kombi-Gerät zur Raumheizung und zur Warmwasserbereitung werden die Effizienzklassen für beide Funktionen angeführt.

Hersteller informieren umfangreich

Die Umsetzung der Richtlinien ist in erster Linie Aufgabe der Hersteller. Doch nach dem Motto „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“ ist ein genauer Blick auf das Gerät und sein „Pickerl“ auf jeden Fall zu empfehlen. Die meisten Hersteller bieten auf ihren Websiten umfangreiche Informationen zu ErP und EnEV 2014.

Zusammenfassung: ErP - darauf kommt es an:

- Stichtag 26.09.2015
- Kennzeichnungspflicht für Heizungsanlagen bis 70 kW und Speicher bis 500 L mit Energieeffizienz-Etikett

- Auslaufen der Heizwerttechnik bis 400 kW

- Altgeräte vor Stichtag sanieren oder austauschen

>>> Weiter zum Artikel: Novelle der Energiesparverordnung für Neubauten und Heizkesseltausch 

Kommentare:

Das ErP – Etikett finde ich sehr gut, da ist die EU vorbildlich. Das dies auf Wärmetauscher und vielleicht auch später auf ganze Heizsysteme übertragen wird, würde mich freuen. Ich bin davon überzeugt, dass die Nutzung der fossile Brennstoffe zurück geht und die Erzeugung von erneuerbare Energie immer weiter steigt. Zum Beispiel die Wärmepumpe oder Solaranlage sind dafür gute Beispiele. Ich hoffe man übertreibt es nur nicht mit den ganzen Plus nach dem „A“ =)

Gesendet von Eberts Heizung am Samstag 26.09.2015 18:27 #

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