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Neuer Look für Ihr Daheim

Donnerstag 25.02.2016

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Vorher/Nachher. Der Trend heißt Homelifting. Man muss nicht gleich Wände niederreißen und mit Farbkübeln um sich werfen, um einer Wohnung einen neuen Anstrich zu verleihen. Oft genügen kleine Veränderungen. Man muss nur wissen, welche. Wohnraumdesignerin Gabriele Hübel zeigt, wie das geht - Anna und Thomas haben's umgesetzt. Lassen auch Sie sich inspirieren. 

Die Liebe hat sie zusammengeführt, nicht die Möbel

Anna und Thomas sind vor einigen Monaten in eine Mietwohnung gezogen. Es passen zwar die Lebensentwürfe der beiden gut zusammen, aber die Vorstellungen von Design und das Gefühl für Inneneinrichtung liegen so nahe beisammen wie Aflenz und der Uranus. Die Möbel, die die beiden im Laufe ihres Lebens zusammengetragen, gekauft oder geschenkt bekommen haben, sind, um es vorsichtig auszudrücken, nicht gerade kompatibel. Unter den Einrichtungsgegenständen finden sich viele selbst gebaute Stahlmöbel und wuchtiges Dekor von Thomas, der sich auch beruflich mit Architektur und Kunsthandwerk befasst. Anna hingegen hat viel Tierisches in das gemeinsame Zuhause gebracht: Zeburinder-Felle von einer befreundeten Züchterin, Trophäen von jagenden Vorfahren und ein Faible für Holz abseits von Landhauskitsch. Zusammengewürfelt und in einen Raum gestellt ist zwar alles da, was man zum Wohnen braucht – nur so richtig wohnlich finden es die beiden nicht. Es wirkt ein wenig seltsam. Als könnte man sich für keinen Stil so richtig entscheiden.

Esstisch mit Seele

„Das kommt oft vor“, sagt Gabriele Hübel, „viele Leute haben wahre Schätze in der Wohnung, sehen das selbst aber gar nicht. Ein Blick von außen hilft, das zu erkennen.“ Denn man muss nur die richtigen Dinge kombinieren, sich von ein paar Sachen trennen und die wirklich schönen Stücke zur Geltung bringen. Bei Thomas und Anna ist es der Esstisch: „Dieses Familienerbstück hat Seele, es braucht einen besonderen Platz im Zentrum des Geschehens.“ Damit man sich die Veränderungen auch vorstellen kann, macht die Designerin Fotos von der Wohnung und retuschiert ihre Vorschläge direkt in die Bilder. „So sieht man vorher, was überhaupt möglich ist. Das gibt Sicherheit und die Fotos dienen auch als Leitfaden durch die Renovierung.“

Der Intuition folgen und Experten machen lassen

Wichtig beim Wohnen sind natürlich die richtigen Farben. Schließlich verbringt man viel Zeit in den eigenen vier Wänden. „Aber bitte nicht zu streng nach einer bestimmten Farbenlehre vorgehen – lassen Sie sich lieber von Intuition und persönlichem Geschmack leiten“, rät Hübel. Wichtig ist ihr, der Malermeister-Tochter, dass man beim Ausmalen und Tapezieren genau vorgeht und man besser einen Professionisten engagiert, bevor man sich ewig über Farbkleckse und Patzer ärgert.

Für Thomas kein Thema, in Sachen Genauigkeit macht dem Möbelbauer nicht so schnell einer etwas nach. Innerhalb von einem Tag hat er alles von den Wänden abmontiert, Löcher zugespachtelt, Unebenheiten abgeschliffen und der Wand den ersten Anstrich verpasst. Am nächsten Tag folgt Anstrich Nummer 2 und für die dritte Runde waren auch schon die neuen Grautöne für die Küche organisiert. „Farben richtig mischen ist eine Kunst – unbedingt die Experten im Baumarkt machen lassen“, sagt Gabriele Hübel, die auf Wunsch auch gerne berät, wenn man Farben, Tapeten oder Möbel kauft. So passen diese auch sicher zum Gesamtkonzept des Raumes.

Bei Anna und Thomas wurde beispielsweise eine graue Vliestapete im Betonlook gemeinsam ausgewählt – ein Hingucker, der in diesem Farbton überraschenderweise ein Gefühl von Wärme in das Wohnzimmer bringt. Der Rest – vor allem Möbel, Dekogegenstände und die goldenen Krickerl an der Wand – stammt aus dem Fundus. Das Fazit: Beim Wohnen geht es nicht immer nur ums Geld – oft macht die richtige Design-Idee den Unterschied zwischen bewohnt und wohnlich aus. Auch Anna und Thomas sind sich einig: Ja, das ist es.

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