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Sanierungsscheck 2016 prämiert Mustersanierungen

Montag 29.02.2016

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Im Rahmen der Sanierungsoffensive startet die österreichische Bundesregierung am 3.3.2016 mit dem so genannten „Sanierungsscheck“, einer befristeten Förderungsaktion 2016. Im Rahmen des „Sanierungsscheck für Private“ werden heuer erstmals besonders nachhaltige und vorbildliche Sanierungsprojekte als „Mustersanierungen“ mit einer erhöhten Förderung unterstützt. Förderungsanträge müssen vor Umsetzung der Maßnahmen gestellt werden und einreichen kann man über die österreichischen Bausparkassen. Auch heuer gilt das first-come-first-served-Prinzip, das heißt, Anträge können so lange gestellt werden, bis die Budgetmittel ausgeschöpft sind.

Sanierungen bei Ein-/Zweifamilien- und Reihenhäusern

Gefördert werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind. Förderungsfähig sind umfassende Sanierungen nach klimaaktiv Standard bzw. gutem Standard sowie Teilsanierungen, die zu einer Reduktion des Heizwärmebedarfs von mind. 50 % führen. Die Förderung beträgt je nach Sanierungsart zwischen 3.000 Euro und 8.000 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen darüber hinaus ein Zuschlag von max. 1.000 Euro in Anspruch genommen werden. Insgesamt (inkl. Zuschlag) können max. 30 % der förderungsfähigen Kosten gefördert werden. Mehr Details, Einreichmodalitäten und alle notwendigen Formulare gibt es bei den österreichischen Bausparkassen, die die Aktion für den Bund abwickeln.

Neu 2016: Mustersanierung mit Prämierung

Erstmals werden im Rahmen des „Sanierungsscheck für Private“ besonders nachhaltige und vorbildliche Sanierungsprojekte als „Mustersanierungen“ mit einer erhöhten Förderung unterstützt. Die besondere Nachhaltigkeit einer Mustersanierung zeichnet sich durch einen Heizwärmebedarf von max. 40 kWh/m2a nach Sanierung aus. Gleichzeitig erfolgt die Beheizung des Gebäudes mit mind. 80 % erneuerbaren Energieträgern (mögliche Heizsysteme: Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Nah-/Fernwärme, thermische Solaranlage). Zusätzlich sind zwei von sieben möglichen Begleitmaßnahmen im Rahmen der Sanierung umzusetzen. Die besten Projekte werden nach Umsetzung prämiert und veröffentlicht.

Förderungen für den mehrgeschossigen Wohnbau

Der Sanierungsscheck für den mehrgeschossigen Wohnbau richtet sich an  WohnungseigentümerInnen und MieterInnen von Wohnungen bei Sanierung des gesamten mehrgeschossigen Wohnbaus. Gefördert werden thermische Sanierungen bestehender Gebäude, die zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 20 Jahre sind – hier zählt das Datum der Baubewilligung. Die förderungsfähigen Kosten umfassen die Kosten für das Material, die Montage sowie Planungskosten. Maßnahmen, für die keine Montagerechnungen von Professionisten vorgelegt werden, können nicht gefördert werden. Auch die Förderungen für den mehrgeschossigen Wohnbau wickeln die Bausparkassen ab.

Auch Klima- und Energiefonds fördert Holzheizungen und Solaranlagen

Beim Sanierungsscheck 2016 werden Heizungssysteme nur mehr im Zuge einer „Mustersanierung“ gefördert. Sollte jemand keine Mustersanierung durchführen, sondern nur die Heizung erneuern, kann unter bestimmten Voraussetzungen für Holzheizungen und Solaranlagen beim Klima- und Energiefonds eine Förderung beantragt werden. Die Leitfäden mit den Förderungskriterien sind unter folgenden Links zu finden:

www.holzheizungen.klimafonds.gv.at

www.solaranlagen.klimafonds.gv.at


Foto: flickr, creative commons



Kommentare:

Informativer Artikel finde ich - insbesondere in der heutigen Zeit sollte man sich über das Thema Sanierung & Renovierung auch an die Zukunft denken...

Gesendet von Maria am Samstag 14.05.2016 01:01 #

Zusatzinfo für alle, die noch eine Einreichung überlegen: Auf der Seite https://www.umweltfoerderung.at/betriebe/sanierung-2016.html werden wöchentlich Anzahl der Anträge und Restfördersumme zum Sanierungsscheck veröffentlicht, die Aktualisierung der Daten erfolgt jeweils montags bis 12.00 Uhr.

Gesendet von start:gruppe am Dienstag 17.05.2016 09:45 #

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