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Gemeinsam stärker: Teambuilding-Maßnahmen für KMU

von Melanie Thies
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Neues Jahr, neues Wir: In diesem Beitrag stellen wir Ihnen konkrete Teambuilding-Maßnahmen vor, die Sie regelmäßig ohne viel Aufwand in den Arbeitsalltag integrieren können – und die schnell zu langfristigen Verbesserungen führen. Plus: 5 Teambuilding-Dos & Don'ts für KMU.

Teambuilding-Maßnahmen im ArbeitsumfeldIm herausfordernden Marktumfeld ist effiziente Zusammenarbeit ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Gezielte Teambuilding-Maßnahmen helfen vor allem dann, wenn Unternehmen sie in den Arbeitsalltag integrieren. Wie das geht? Mit Teambuilding-Maßnahmen, die regelmäßig im Arbeitsumfeld stattfinden und „nebenbei“ die Produktivität erhöhen.

Teambuilding-Maßnahmen im Arbeitsumfeld

  1. „Jour fixe“, das wöchentliche Team-Meeting als klassische Teambuilding-Aktivität: An einem fixen Termin – Montagvormittag bietet sich an – trifft sich das Team bzw. die gesamte Belegschaft für ein kurzes Meeting (ca. 15 Minuten). Jede Woche moderieren andere Mitarbeitende, alle Anwesenden beantworten drei Fragen: Woran arbeite ich diese Woche? Wo brauche ich Unterstützung? Wie geht es mir generell auf einer Skala von 1–10? Diese Teambuilding-Aktivität stärkt das Wir-Gefühl, gibt allen Beteiligten den „Blick über den Tellerrand“ und ermöglicht neue Synergien. 
  2. . Learning-Session als nachhaltige Teambuilding-Übung: Team bzw. Belegschaft lernen regelmäßig fachlich Relevantes. Beispielsweise können Kolleg:innen über Projekte oder Entwicklungen aus ihren Fachbereichen berichten. Eine andere Variante: Die ganze Belegschaft tauscht sich regelmäßig über ein Thema aus. Beispiel einer Wiener Firma: Dieses KMU veranstaltet jede Woche eine „Learning-Session“ zum Thema KI. Alle Mitarbeitenden berichten, wie es ihnen mit KI geht, welche Neuerungen sie entdeckt haben und nutzen. Dadurch ist das Wir-Gefühl gestiegen – und dieses KMU ist ziemlich gut im KI-Bereich geworden.
    Ebenfalls zielführend: Inputs von externen Expert:innen. Die Bandbreite beinhaltet Fachliches wie Software- oder Sales-Seminare. Erste-Hilfe-Kurse, Ernährungs- oder Gesundheits-Vorträge sorgen für Abwechslung und können bei medizinischen Notfällen oder Grippewellen viel wert sein. Bei all den fachlichen „Learnings“ lernt sich auch das Team besser kennen.
  3. Lösungs-Session – Teambuilding-Maßnahme mit direktem Business-Mehrwert Business-Mehrwert: Warum sollen immer nur die Spezialist:innen im „stillen Kämmerchen“ tüfteln? Bei dieser Teambuilding-Aktivität löst eine Gruppe gemeinsam reale Arbeitsprobleme bzw. plant anstehende Projekte. Gesamtdauer: 90 Minuten. In den ersten 15 Minuten wird das Problem bzw. Projekt vorgestellt. In der folgenden halben Stunde können alle Teilnehmenden Ideen und Lösungsmöglichkeiten einbringen. In den nächsten 15 Minuten wird gemeinsam ein Lösungsweg ausgearbeitet. Zum Abschluss werden die konkreten Schritte für die Umsetzung festgelegt. So haben alle Gelegenheit, sich einzubringen und voneinander zu lernen – und lösen „nebenbei“ ein konkretes, reales Problem bzw. bringen ein Projekt auf Schiene. Positiver Nebeneffekt: Involvierung erhöht die Identifikation.

Was ist für alle Teambuilding-Aktivitäten wichtig?

Teambuilding Dos & Don’ts für KMU

  1. Konstanz: Teambuilding-Aktivitäten sollten regelmäßig stattfinden. Lieber klein und konstant als groß und einmalig.  
  2. Mehrwert für jeden: Teambuilding-Übungen sollten sich nicht wie Pflichttermine anfühlen, sondern etwas sein, auf das man sich freuen kann. Dabei geht es nicht zwingend um Spaß und Spektakel. Wer in kollegialer Atmosphäre Wichtiges dazulernt, kommt gerne wieder.
  3. Alle einbeziehen, Hierarchien wahren: In Unternehmen gibt es unterschiedliche Altersgruppen, Persönlichkeiten und
    Hierarchieebenen. Diese Vielfalt sollte bei Teambuilding-Aktivitäten gelebt werden. Wichtig dabei: Auch im lockererem Setting sollten Hierarchiebeben gewahrt bleiben. Sind Hierarchien plötzlich weg, am nächsten Tag aber wieder da, wirkt das unglaubwürdig und verunsichert.
  4. Individualität fördern: Der Forscher und Unternehmensberater Meredith Belbin prägte ein Teambuilding-Konzept. Grundidee: Erfolgreiche Teams bestehen aus unterschiedlichen Charakteren. Abhängig von Persönlichkeitsstruktur und Prägung gibt es unter anderem Macher:innen, Koordinator:innen, kritische Analytiker:innen, vor Ideen sprudelnde Kreative. Unternehmer:innen können Teambuilding-Aktivitäten nutzen, um diese unterschiedlichen Neigungen und Talente herauszufinden. Das dazugehörige Don’t: Von allen Gleiches erwarten, etwa, indem man Kolleg:innen, die vielleicht eher zum Analysieren oder Umsetzen neigen, zu Ideen „zwingt“. 
  5. Ziele & Transparenz: Zu Beginn jeder Teambuilding-Aktivität sollte klargemacht werden, was das Ziel – oder die Ziele – sind. So kann es einerseits darum gehen, die Zusammenarbeit generell zu verbessern – und andererseits mit diesem verbessertem Teamwork konkrete Ziele im nächsten Quartal zu erreichen. Wichtig dabei: Ein transparenter Austausch, der Vertrauen, Wir-Gefühl und Identifikation mit dem Unternehmen stärkt. Konstruktive Kritik muss ohne Angst vor Sanktionen möglich sein. Fehler dürfen angesprochen werden, ohne jemanden bloßzustellen.

 Tipp: In Teambuilding-Kursen für Unternehmen können Sie Ihr Wissen über Teambuilding erweitern.

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