Blogstart Erfolgstipps Kurzfristiger Hype, langfristiger Effekt: Nachhaltige Wertschöpfung durch Großevents wie den Eurovision Song Contest

Kurzfristiger Hype, langfristiger Effekt: Nachhaltige Wertschöpfung durch Großevents wie den Eurovision Song Contest

von Bettina Luftensteiner
8 Minuten lesen
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Unternehmen in Österreich langfristig vom Eurovision Song Contest 2026 profitieren können. Mit konkreten Tipps, Dos & Don’ts für die nachhaltige Wertschöpfung. Plus: Erfolgsrezepte vom Eurovision Song Contest 2025 in Basel.

 95 Prozent der auswärtigen Besuchenden hat es in der Host-City und umliegenden Regionen so gut gefallen, dass sie eine Reise hierher weiterempfehlen. 85 Prozent wollen selbst wiederkommen. Der Nachhaltigkeitsbericht des Kantons Basel-Stadt zum Eurovision Song Contest 2025 zeigt diese positive Bilanz – und damit auch, welch gewaltiges Potenzial für langfristige Wertschöpfung in einem Großevent wie dem Eurovision Song Contest
schlummert.

Eurovision Song Contest 2026: Wie können Unternehmen langfristig profitieren?

Der Kanton Basel-Stadt hatte sich zum Ziel gesetzt, einen inklusiven, sicheren und sozial verantwortungsvollen Event auszurichten. Entsprechend viel Wert legten die Verantwortlichen auf Awareness und Umweltverträglichkeit – und natürlich auch darauf, Angebote und Stärken in diesen Bereichen aktiv zu kommunizieren. 

Tipps für Gastronomie, Mode, Genusswaren

Verpflegungsanbietenden wurde beim Eurovision Song Contest 2025 empfohlen, vegetarische/vegane Menüs
prominent zu platzieren, nachhaltige und regionale Zutaten auffällig zu kennzeichnen. Ein weiteres Ziel: Die Vermeidung von Food Waste. 100 % der noch nutzbaren, nicht verwendeten Speisen sollten anderweitig verwendet oder weiterverteilt werden. Deshalb wurden unterschiedliche Portionsgrößen angeboten, verwertbare Esswaren von lokalen Organisationen abgeholt und verteilt. Die Grundgedanken dieses Konzepts lassen sich auch in anderen
Branchen – etwa Modehandel, Genusswarenverkauf – implementieren und umsetzen. 

Den Weg auch nach dem Eurovision Song Contest weitergehen

Der Clou: Diese Maßnahmen kommen nicht nur bei Eurovision Song Contest-Fans gut an, sondern auch bei anderen, vor allem jungen Konsumierenden. Der Eurovision Song Contest 2026 ist also eine Gelegenheit, Unternehmen in spezifischen Bereichen weiterzuentwickeln – und damit nicht nur bei Eurovision Song Contest-Fans Treue und Weiterempfehlungen zu generieren, sondern diesen Weg langfristig zu gehen. 

Kommunikation: Den richtigen Eurovision Song Contest-Ton treffen

Wichtig, um die Maßnahmen sichtbar zu machen: Die zielgruppengerechte Kommunikation. Diese sollte, wie auch der Event und seine Fans, emotional, bunt, international sein. Und: geschlechterinklusiv, barrierefrei, diskriminierungsfrei, diversitätsorientiert. Wie das geht, zeigt der Leitfaden Geschlechtersensible Sprache der Gleichbehandlungsanwaltschaft.  

Eurovision Song Contest 2026: Dauerhafte Effekte sichern

Gezielte Nachkampagnen und kontinuierlicher Kontakt zur neu gewonnen Kundschaft sind essenziell, um von einem Großevent langfristig zu profitieren. Gut geeignete Marketingwerkzeuge sind etwa: Newsletter, Treueangebote, thematische Folgeevents – emotional, mehrsprachig und auf unterschiedlichen digitalen Kanälen ausgespielt. 

Netze langfristig nutzen: Kooperationen statt Einzelkämpfertum

Großevents bringen nicht nur Kontakte mit Besucher:innen aus vielen Ländern, KMU können auch neue Partnerschaften mit Tourismusverbänden, internationalen Agenturen, Start-ups oder Organisationen eingehen. Wer diese Kontakte systematisch pflegt, etwa durch Folgeprojekte oder gemeinsame Marketinginitiativen, verwandelt Event-Dynamik in langfristige Wettbewerbsvorteile.

5 Dos für nachhaltige Wertschöpfung

  1. Strategisch vorausdenken: Schon vor Beginn klären, wie Kontakte, Infrastruktur und Sichtbarkeit nach dem Event weiter genutzt werden.

  2. Daten sichern und auswerten: Gästedaten, Reichweiten und Kooperationserfolge sind die Basis für Folgegeschäfte.

  3. Markenprofil schärfen: Die Aufmerksamkeit neuer Kundschaft gewinnen und langfristig ein klares Unternehmensimage etablieren.

  4. Netzwerke pflegen: Aus losen Kontakten feste Partnerschaften oder Branchennetzwerke entwickeln.

  5. Soziale Verantwortung und „Weltoffenheit“ sichtbar machen: Stärkt Reputation und Wettbewerbsfähigkeit.

5 Don’ts für nachhaltige Wertschöpfung

  1. Nur auf kurzfristige Umsätze setzen: Ein Event ist kein Selbstzweck, sondern ein Sprungbrett.

  2. Unsichtbar sein: Angebote und Positionierung müssen aktiv mehrsprachig vermarktet werden.

  3. Neue Kundschaft nach dem Event vergessen: Langfristige Bindung entsteht durch kontinuierliche Kommunikation.

  4. Wirksamkeit der Maßnahmen nicht analysieren: Evaluieren und Adaptieren verbessert langfristige Maßnahmen.

  5. Kooperationen versanden lassen: Netzwerke brauchen Pflege und Verantwortlichkeiten

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