Unternehmerinnen packen aus: Die drei besten Tipps für Selbstständige

Unternehmerinnen packen aus: Die drei besten Tipps für Selbstständige

Österreichs Unternehmerinnen teilen ihre Weisheiten für Erfolg in der Selbstständigkeit

Ein altes Sprichwort besagt „guter Rat ist teuer“. Das mag vor etwa 20 Jahren noch sehr richtig gewesen sein. In einer vernetzten und digitalen Welt jedoch hat man den Vorteil, dass Information schnell und meist kostenlos verfügbar ist.

Allerdings sind Ratschläge von Österreichs erfolgreichen UnternehmerInnen im Web immer noch rar gesät. Deswegen haben wir es uns zur Mission gemacht, im Rahmen der Volksbank UnternehmerInnen-Studie 2019 die besten Ratschläge von Österreichs Selbstständigen für Sie zu sammeln. Jederzeit abrufbar für Sie verfügbar. So profitieren Sie von Jahrzehnten unternehmerischer Erfahrung-

Nachfolgend finden Sie einige der besten Tipps aus den Interviews mit Österreichs Top-Unternehmerinnen. Die ganze Bandbreite an unternehmerischen Weisheiten finden Sie in der Volksbank UnternehmerInnen-Studie.

Unternehmertipp 1: Man muss sich daran erinnern, dass man es schaffen kann

Die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz ist
Geschäftsführerin der erfolgreichen Schultz Gruppe (Hotellerie, Gastronomie,
Tourismus etc.). Darüber hinaus ist sie Vizepräsidentin der WKÖ und setzt sich
für die Interessen von Frauen in der Wirtschaft ein.

Als Alleinerzieherin und wahre Powerfrau hat sie im Laufe Ihrer Karriere diverse Hindernisse überstehen müssen. Ob Generationenkonflikte oder das Bestehen als Frau in einer männerdominierten Branche – Martha Schultz kann von vielen Situationen ihres Werdegangs berichten, bei denen andere das Handtuch geworfen hätten.

Dabei hat ihr das Vorsagen und wiederholen einer einfachen Gewissheit geholfen, die sie auch allen ambitionierten JungunternehmerInnen nahelegen möchte: „Ihr könnt das und ihr schafft das!“

Unternehmertipp 2: Zuhören ist oft besser als reden

Als Tochter eines Unternehmers aus der KFZ-Branche beginnt Claudia Unterberger 1994 im elterlichen Betrieb. 1997 startet sie eine große Umstrukturierung und stellt das Autohaus Hänfling 2001 auf solide Beine. Mittlerweile existieren zwei erfolgreiche Standorte des Unternehmens.

Als weibliche Führungskraft in der männerdominierten KFZ-Branche, ohne fundierte KFZ-Kenntnisse war sie von Anfang vor einige Herausforderungen gestellt. Schnell kristallisierte sich die Frage: Wie überzeugt man ein eingespieltes Team gewissermaßen als Außenseiter davon, an einem Strang zu ziehen? Denn ohne die Unterstützung der eigenen Mitarbeiter sieht wohl die Zukunft jeden Unternehmens düster aus.

Nach einer intensiven Anfangsphase und Gesprächen erkannte Claudia Unterberger rasch: Personalführung ist keine Einbahnstraße. Im Grunde wollen alle Menschen und Mitarbeiter das Gleiche: Gehört, verstanden und geschätzt werden. Die Motivationen seines Gegenübers zu verstehen und auch tatsächlich darauf einzugehen schafft gegenseitiges Vertrauen. Nur so kann ein Unternehmen langfristig erfolgreich arbeiten, denn wenn man motivierten und fähigen Leuten Vertrauen, Freiraum und Gehör schenkt, können fantastische Dinge passieren.

Die Frage danach, was Unternehmerinnen brauchen, um erfolgreich zu sein, beantwortet sie heute nur noch so: „Viel emotionale Intelligenz, den Mut, Verantwortung abgeben zu können, und ein gutes Team.“

Unternehmertipp 3: Hinterfragt den Status Quo!

Julia Fandler leitet die Ölmühle Fandler in vierter Generation.
Mit großen Modernisierungen und mutigen Umstrukturierungen hat die steirische
Unternehmerin die Firma in das neue Jahrtausend geführt. Kürzlich wurde sie
Mutter – ihr Mann ist in Karenz und ihre Geschäftsführer entlasten sie.

Auch Julia Fandler hat als Unternehmerin im Laufe ihres Werdegangs von ihrer Zielstrebigkeit und ihrer emotionalen Intelligenz profitiert. Trotzdem hat sie das nicht vor Problemen geschützt. Frust an selbst auferlegten Aufgaben und das Gefühl, in vielen Dingen alleine zu sein führten zu einem hohen Maß an Frust. Das Arbeiten machte keine Freude mehr, Prozesse fühlten sich mühsam an und das allgemeine Befinden war mehr schlecht als recht. Das alles änderte sich, als Frau Fandler begann, ihre eigene Sicht der Dinge zu hinterfragen begann!

„Man sollte sich regelmäßig die Frage stellen, ob man etwas macht, weil man es wirklich möchte oder anderen etwas beweisen will, ohne selbst Spaß an der Sache zu haben. Das wird auf Dauer ebenso wenig erfüllend sein wie die Forderung, alles alleine schaff en zu müssen. Wir haben alle unterschiedliche Talente, und ich finde es sinnvoll, diese Begabungen in einem inspirierenden Netzwerk zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Mein Tipp: Hinterfragt den Status Quo und trennt euch vom Tunnelblick!“

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