ErfolgstippsStrategieTippsUnternehmer-Alltag Erfolgsfaktoren Familienunternehmen: Was KMU von Familienunternehmen lernen können von Bettina Luftensteiner 22.09.2026 22.09.2026 8 Minuten lesen 15,6K Familienunternehmen sind in vielen Branchen besonders erfolgreich. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche besonderen Erfolgsfaktoren Familienunternehmen haben, und was KMU davon lernen können. Plus: Diese Strategien vieler Unternehmerfamilien für 2026 können auch KMU auf die Überholspur bringen. Erfolgsfaktoren Familienunternehmen: Warum sollten KMU davon lernen?Weil viele Familienunternehmen ziemlich erfolgreich sind. Der internationale Family Business Report 2025 der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte zeigt, dass Familienunternehmen weiter an Bedeutung gewinnen und prognostiziert ihnen stark steigende Umsätze. Laut WKO-Analyse konnten 23 % der österreichischen Familienunternehmen die Umsätze bei gleichbleibendem Beschäftigtenstand erhöhen. Bei 19 % sind sowohl die Umsätze als auch die Anzahl der Mitarbeitenden gestiegen.Erfolgsfaktor Familienunternehmen: Agile EntscheidungsfindungViele Eigentümer:innen von Familienbetrieben entscheiden agil und flexibel. Das kann, etwa bei Marktveränderungen, Krisen oder Innovationen, extrem wichtig sein.Was KMU von diesem Erfolgsfaktor lernen: Entscheidungsprozesse regelmäßig überprüfen: Wo entstehen unnötige Schleifen? Hilfreich: Verantwortung in Teams delegieren und klare Zuständigkeiten definieren. Erfolgsfaktor Familienunternehmen: ResilienzViele Familienbetriebe haben Resilienz in ihrer DNA, oft über Jahrzehnte in diversen Krisen und Herausforderungen aufgebaut. Zudem werden manche Familienbetriebe über die Jahre sehr vielseitig – manchmal einfach deshalb, weil ein Familienmitglied Segmente interessant findet, die auf den ersten Blick nicht zum Kerngeschäft passen. Was KMU von diesem Erfolgsfaktor lernen: Diversifikation: Neue Geschäftsfelder erschließen, um Risiken zu streuen. Flache Hierarchien und Offenheit für neue Ideen – gerne auch von jungen Mitarbeitenden – helfen dabei. Ebenfalls wichtig für Resilienz: Finanzielle Rücklagen.Erfolgsfaktor Familienunternehmen: Starke Werte, klare IdentitätEgal, ob Familienunternehmen den Eigentümer:innen-Namen im Firmennamen haben, oder nicht: Häufig verbinden Kundschaft, Mitarbeitende und Partnerfirmen das Unternehmen mit einer Person. Das schafft Vertrauen. Vor allem, wenn Eigentümer:innen die Werte des Unternehmens verkörpern.Was KMU von diesem Erfolgsfaktor lernen: Authentische Corporate Identity statt austauschbare Kampagnen. Das gelingt etwa, indem Inhaber:innen ihr KMU bewusst mit ihrer Persönlichkeit repräsentieren und so zeigen, wofür sie – und das Unternehmen – stehen. Etwa auf der Homepage mit einem kurzen Video, in dem sich Eigentümer:innen und Team – am besten sehr individuell – vorstellen. Weitere Plattformen sind Social Media, Vorträge, Events in der eigenen Firma. Stärkt übrigens auch die Arbeitgeber:innenmarke. Erfolgsfaktor Familie: LangfristigkeitFamilienunternehmen denken nicht in Quartalsergebnissen, sondern in Dekaden, oft auch an die nachfolgende Generation, denn: Sie wollen ihren Kindern oder Verwandten einen möglichst gut aufgestellten Betrieb übergeben. Das begünstigt einen langfristig verantwortungsvollen Umgang mit dem Unternehmen und ist oft auch Basis eines „familiären“ Arbeitsklimas. Bleiben Mitarbeitende von der Lehre bis zur Pension, sichert das Know-how und stärkt den Ruf.Was KMU von diesem Erfolgsfaktor lernen: Strategien nicht nur auf das nächste Quartal oder Geschäftsjahr ausrichten. Wer klare Drei- bis Fünfjahresziele definiert und konsequent verfolgt, schafft Stabilität und Vertrauen bei Kundschaft und Mitarbeitenden. Zudem helfen langfristige Strategien bei der Transformation. Sollen KMU Nachfolger:innen aufbauen?Ja. Kontinuität kommt am Arbeitsmarkt und bei der Kundschaft gut an. Bei langfristigen Gütern wie etwa Haustechnik, Fahrzeuge, EDV-Infrastruktur, ist ein wichtiges Entscheidungskriterium: Wer serviciert und wartet das in den nächsten Jahren? Gibt es in KMU keine Nachfolger:innen aus der eigenen Familie, bietet es sich an, Mitarbeitende als Nachfolger:innen aufzubauen, wenn diese den Willen, das Talent – und gegebenenfalls auch die nötigen Geldmittel – haben, um den Betrieb zu übernehmen. Bei der Suche nach Interessent:innen hilft die Nachfolgebörse der WKO. Tipps für eine gelungene Betriebsübergabe finden Sie hier.Strategien von Familienunternehmen für 2026Der Deloitte Family Business Report 2025 bestätigt, was sich in der heimischen Wirtschaft zeigt: Aktuell setzen viele Unternehmerfamilien auf Investitionen in neue Technologien, frisches Know-how sowie Neustrukturierung der Eigentümer:innenverhältnisse.Was KMU von diesen Familienunternehmen-Strategien lernen:Innovation: Digitalisierung mit Augenmaß. Technologie gezielt einsetzen.Frisches Know-how: (temporäre) Zusammenarbeit mit externen Expert:innen, Mitarbeitenden Weiterbildung ermöglichen, vielleicht auch neue Mitarbeitende mit neuem Know-how einstellen. Neustrukturierung der Eigentümer:innenverhältnisse: Siehe Absatz „Sollen KMU Nachfolger:innen aufbauen“ AbsicherungErfolgreichStrategieTippsUnternehmertumWettbewerbsvorteil 0 FacebookTwitterLinkedinEmail voriger Beitrag Neues Design für Euroscheine: Jetzt voten! nächster Beitrag Marketing-Ideen für ein erfolgreiches Herbstgeschäft Ähnliche Artikel Marketing-Ideen für ein erfolgreiches Herbstgeschäft 22.09.2026 Neues Design für Euroscheine: Jetzt voten! 31.07.2026 Richtig verhandeln: Tipps für bessere Abschlüsse 27.07.2026 Urlaubsvertretung: Wie KMU gut über den Sommer kommen 15.07.2026 ESC Wien 2026: Wertvolle Erkenntnisse für KMU 13.07.2026 Energiekosten runter, Resilienz rauf: Die drei wirksamsten Energiehebel... 16.06.2026 IT-Sicherheit: Phishing-Schutzmaßnahmen für KMU 12.06.2026 Personalentwicklung KMU: So bekommen und fördern Sie Top-Talente 12.06.2026 Bulgariens Wirtschaft ähnlich erfolgreich wie Dara 01.06.2026 Anlegen: Nachhaltigkeits-orientierte Fonds 19.05.2026