Ausgleich zur Arbeit: So läuft’s im UnternehmerInnen-Leben

Ausgleich zur Arbeit: So läuft’s im UnternehmerInnen-Leben

Auf den Schultern vieler UnternehmerInnen lastet eine Menge Verantwortung. Schließlich hängen am Unternehmenserfolg meist auch zahlreiche Arbeitsplätze. Kein Wunder also, dass die meisten Selbstständigen rund um die Uhr im Einsatz sind und nur selten abschalten. Selbst und ständig ist häufiger Realität als Klischee. Dies belegt auch die diesjährige Volksbank UnternehmerInnen-Studie. Umso wichtiger ist deshalb der richtige Ausgleich zur Arbeit, denn Freizeit ist ein kostbares Gut. Wie viel Österreichs UnternehmerInnen tatsächlich davon haben und wie sie diese gestalten? Wir haben die spannenden Ergebnisse.

Wenig Freizeit und dennoch zufrieden

Die Volksbank UnternehmerInnen-Studie zeigt: Mehr als die Hälfte der Selbstständigen hat tatsächlich eher wenig bis kaum Freizeit – allen voran die JungunternehmerInnen der Generation Y (26 bis 40 Jahre). Lediglich 39 % der Befragten empfinden ihre Work-Life-Balance ausgeglichen. Und trotzdem sind ganze 89 % mit ihrem UnternehmerInnen-Dasein zufrieden. Wie kommt das? Der Tiroler Martin Wetscher, Geschäftsführer der Wetscher GmbH Einrichtungs- und Planungshaus, hat dafür eine simple Erklärung: „Wenn man das Glück hat, seinen Job gerne zu machen, dann ist es völlig egal, wie viel man arbeitet. Und das Unternehmen wird ohnehin immer da sein. Abschalten ist ganz wichtig, aber als Unternehmer gehe ich mit einem anderen Blick durch die Welt.“

Wie viel Stress kann man handeln?

Wenig Freizeit ist also ein Kompromiss, den Selbstständige eher einzugehen bereit sind. Was dann aber für viele noch erschwerend hinzukommt, ist der tägliche Stress im eigenen Betrieb. „Ich habe sehr viel positiven Stress und einigen negativen – da braucht man Durchhaltevermögen und Biss. Aber das Spannende ist ja die Mischung aus Anspannen und Entspannen“, weiß Martin Wetscher aus seiner langjährigen Erfahrung als Unternehmer.

Interessant ist, dass bei den meisten die Stressakzeptanz mit den Jahren deutlich sinkt. „Wenn man davon ausgeht, dass man gerade zu Beginn viel dazulernt, dann hat es der Jungunternehmer sicher stressiger. Das hängt aber klarerweise immer auch vom Unternehmertyp und der Aufgabenstellung ab“, räumt Wetscher ein. Dem kann der Kärnter Jungunternehmer Constantin Kuchler, Geschäftsführer der S.A.M. KUCHLER Electronics GmbH, nur zustimmen: „Mich stresst ein termindurchwachsener Kalender nicht, jedoch ist ein Unternehmen wie die Natur, die niemals schläft. Das ergibt innerlichen Stress, mit dem man umgehen muss.“

Stress im Laufe des Unternehmerlebens

Den richtigen Ausgleich zur Arbeit finden

Was machen Selbstständige dann, um den Kopf freizubekommen? Constantin Kuchler begeistert sich neben dem Job auch noch für viele andere Dinge: „Kochen, Wassersport, Arbeiten rund um das Haus, Malen oder Basteln sind Tätigkeiten, die ich irrsinnig gerne mache. Auch ein abendlicher Sprung in den See macht den Kopf richtig frei.“ Damit geht es dem Jungunternehmer wie vielen anderen Selbstständigen. Sport und Zeit für mich zählen laut UnternehmerInnen-Studie zu den meistgenannten Antworten. Urlaub als Ausgleich zur Arbeit liegt im Gegensatz dazu mit nur 36 % auf Platz vier. Wenig überraschend, denn Österreichs Selbstständige nehmen sich im Schnitt 20 Urlaubstage im Jahr. Das sind immerhin fünf Tage weniger als der allgemeine Durchschnitt hierzulande.

Was für 62 % der UnternehmerInnen ein deutlich wichtigerer Ausgleich zur Arbeit ist? Die Familie. „Ich gehe gerne wandern, lese sehr viel und wenn es mal wirklich stressig war, höre ich eine halbe Stunde Musik. Aber die größte Entspannung für mich ist die Familie“, bestätigt auch Martin Wetscher.

Der wichtigste Ausgleich zur Arbeit für Selbstständige

Sie möchten das gesamte Interview mit Martin Wetscher und Constantin Kuchler zum Thema „Antrieb & Ausgleich“ lesen oder mehr zu den Studienergebnissen erfahren? Hier geht es zum kostenlosen Download der Volksbank UnternehmerInnen-Studie 2020.

Beitragsbild: © Johann Herman

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