Das sollten Sie über Zahlungsverkehr wissen!

Das sollten Sie über Zahlungsverkehr wissen!

Wir alle betreiben ihn in irgendeiner Form und doch löst das Wort Zahlungsverkehr bei den meisten ungeliebte Erinnerungen an das gefürchtete Wirtschaftsbuch aus Schule oder Uni wach.

Keine Sorge, in diesem Blogartikel wollen wir Ihnen die Angst vor dem Thema nennen und die wichtigsten Infos in leichter und verträglicher Form näherbringen.

Was bedeutet Zahlungsverkehr?

Zahlungsverkehr schließt in der Wirtschaft alle Arten von Zahlungen ein. Das bedeutet jegliche Übertragung von Zahlungsmitteln zwischen zwei Wirtschaftssubjekten fällt unter diesen Überbegriff.

Dabei teilt man grundsätzlich in drei verschiedene Arten des Zahlungsverkehrs ein:

  • Bargeldlose Zahlungen

    Hierunter fallen all jene Zahlungen, bei denen keine der beiden Parteien Bargeld benötigt. Klassische Arten bargeldloser Zahlungen sind etwa Lastschriften oder Überweisungen.
  • Halbbare Zahlungen

    Bei dieser Art von Zahlungen agiert eine der beiden Parteien mit Bargeld, während die andere dies nicht tut. Aktuell prominente Beispiele hierfür sind etwa automatisierte Kassensysteme in Supermärkten oder Ticketautomaten in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Barzahlungen

    Eine der klassischsten Zahlungsarten ist mit Sicherheit die Barzahlung. Bei dieser Art der Zahlung benötigt keine der beiden Parteien zwingend ein Konto. Dafür muss aber zumindest eine der beiden Parteien (Schuldiger) Bargeld besitzen, um dies der anderen Partei (Gläubiger) zu übergeben. In den meisten Fällen haben hierbei beide Parteien Bargeld zur Verfügung, um ungenaue Beträge auszugleichen – Wechselgeld. Klassisches Beispiel ist das Bezahlen einer Rechnung in der Gastronomie.

Zahlungsverkehr in Österreich

Das Sprichwort „Nur Bares ist Wahres“ hat in Österreich nicht an Relevanz verloren. Denn anders als in den meisten anderen EU-Ländern, sind bare und halbbare Zahlungen in Österreich noch weit beliebter als die bargeldlose Alternative. Denn hierzulande werden noch immer mehr als zwei Drittel aller Zahlungen mit Bargeld gehandhabt. Obwohl bargeldlose Bezahlsysteme der Trend der Zukunft sind, geschieht dieser Fortschritt hierzulande langsam, weswegen die Akzeptanz von Bargeld auch heute noch hohe Relevanz für die meisten Unternehmer hat.
> Die wichtigsten Zahlungsmethoden für Unternehmer

Zahlungsautobahn SEPA

SEPA (kurz für Single Euro Payments Area) ist ein geflügelter Begriff, wenn es um den Zahlungsverkehr in Europa geht. Doch was ist SEPA?

SEPA bezeichnet den gemeinsam Zahlungsverkehrsraum 36 europäischer Staaten und den dazugehörigen standardisierten Prozess der bargeldlosen Bezahlung. Ziel von SEPA ist es, bargeldlose Zahlungen mit Euro zu vereinheitlichen und den Unterschied zwischen Zahlungen innerhalb eines Landes und über Ländergrenzen hinweg verschwinden zu lassen.

Anwendungsbeispiele für das System aus dem alltäglichen Leben sind etwa SEPA-Lastschriften oder SEPA-Mandate. Diese besonders schnell funktionierenden Musterbeispiele des Zahlungsverkehrs machen eindrucksvoll vor, wofür SEPA steht: Standardisierung, Vereinfachung und Geschwindigkeit. Wer regelmäßig in internationalen Zahlungsverkehr involviert ist, der weiß, welchen Zusatzaufwand etwa Zahlungsanweisungen nach Nordamerika mit sich bringen. Von der Devisenumrechnung über zusätzliche Gebühren bis hin zur längeren Dauer ist dieser Zahlungsverkehr deutlich benachteiligt gegenüber jenem innerhalb des SEPA-Gebiets.

SEPA ist ein gutes Beispiel für die Zukunft des Zahlungsverkehrs. Denn Personen im Finanzmarkt und Bankenbereich spekulieren schon lange, wie schnell und unkompliziert Zahlungsverkehr in den kommenden Jahrzehnten wohl sein wird und die rapiden Veränderungen der letzten Jahre lassen Gutes vermuten!

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