Employer Branding: Vom Arbeitgeber zur Marke

Employer Branding: Vom Arbeitgeber zur Marke

Eine gute Bezahlung reicht heute längst nicht mehr aus, um Mitarbeitende zu halten, geschweige denn neue Talente anzuwerben. Stattdessen ist der Wunsch nach flexiblen und vor allem glaubwürdigen ArbeitgeberInnen groß. Unternehmenswerte sollen keine hohlen Floskeln sein, sondern tatsächlich gelebt werden. Und hier kommt das Employer Branding oder auch die Arbeitgebermarke ins Spiel. Wie es der Name schon andeutet, handelt es sich dabei um Ihre Wahrnehmung als Arbeitgeber. Die VOLKSBANK WIEN AG hat erst kürzlich ihr Employer Branding neu aufgerollt und vertraute dabei voll und ganz auf die Meinung Ihrer Angestellten. Was dabei herauskam und worauf es bei einem Employer Branding Prozess ankommt, erfahren Sie hier.

Was ist Employer Branding?

Im Grunde genommen ist Employer Branding das Konzept eines Unternehmens, als attraktiver Arbeitgeber aufzutreten. Entscheidend dabei ist, dass Mitarbeitende und Vorgesetze die transportierten Werte auch tatsächlich im Arbeitsalltag leben. Denn Glaubwürdigkeit und Transparenz sind beim „War for Talents“ heute wichtiger denn je. Employer Branding richtet sich also sowohl nach außen als auch nach innen. „Internes Personalmarketing ist enorm wichtig bei diesem Prozess, weil es den bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder Identifikationsmöglichkeiten bietet. Wir haben bei uns in der Volksbank gesehen, dass mit einer gemeinsamen Unternehmensphilosophie die Zusammenarbeit ganz anders funktioniert“, erklärt Bahareh Barg, HR Entwicklungs- und Innovationsmanagement der VOLKSBANK WIEN AG.

Schritt für Schritt zum erfolgreichen Employer Branding

Die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Employer Branding Prozess sind also Arbeitgeberwerte, die im Unternehmen tatsächlich gelebt werden. „Ich sage immer, du musst dem, was du intern lebst, ein Gesicht geben und das dann nach außen zeigen. Wir wollten unsere Employer Branding Strategie so authentisch wie möglich aufstellen und keine Marketingkampagne daraus machen“, so Barg. Aus diesem Grund holte die VOLKSBANK WIEN AG kurzerhand das ganze Team ins Boot. Mitarbeitende, Führungskräfte und Vorstände – alle wurden ausführlich befragt. „Der gemeinsame Nenner waren unsere Arbeitgeberwerte. Und die kommunizieren wir jetzt nach außen“, erzählt die Entwicklungs- und Innovationsmanagerin stolz.

Bei einer umfassenden Befragung und Unternehmensanalyse ermitteln Sie neben Ihren Arbeitgeberwerten auch Ihr Alleinstellungsmerkmal. Was unterscheidet Sie von anderen Unternehmen? Womit können Sie punkten? Authentizität ist dabei stets das A und O.

Die Rolle der Markenbotschafter

„Ich kann nach außen das coolste Unternehmen sein, aber wenn es nicht authentisch ist, bringt mir das auf lange Sicht keinen Erfolg. Unsere größten Markenbotschafter sind daher die Mitarbeitenden und nicht irgendwelche Slogans“, weiß Barg aus Erfahrung. Bei der VOLKSBANK WIEN AG wird seit dem neuen Employer Branding jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter als Markenbotschafter gesehen. „Gerade seit der Corona-Pandemie haben sich Menschen viel über ihre Arbeitgeber ausgetauscht. Etwa darüber wie diese mit der Krise umgehen. Es kann also jeder Mitarbeiter im Freundeskreis sitzen, von seinem Arbeitgeber erzählen und ist dann plötzlich Markenbotschafter“, erklärt die Entwicklungs- und Innovationsmanagerin. Tipp: Wenn Sie Ihre MarkenbotschafterInnen auch über Social Media kommunizieren lassen, lohnt sich vorab eine Schulung in diesem Bereich. So gehen Sie sicher, dass alle die Sprachen der verschiedenen Kanäle beherrschen.

Recruiting neuer Talente

Die Markenbotschafter unterstützen Sie also maßgeblich bei der Markenbildung nach außen. Das ist wichtig, denn Employer Branding dient auch dazu, neue Talente für das Unternehmen zu gewinnen. Worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen, erfahren Sie in unserem Blogartikel Recruiting: So finden Sie Ihr Dreamteam.

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